So wird Kaffee geerntet

Der Beginn der Kaffeeernte ist von Region zu Region unterschiedlich. Geografische und klimatische Faktoren sowie die Gattung der Kaffeepflanze sind maßgebend für den Erntezeitpunkt. Die Kirschen sind nach etwas 6 bis 7 Monaten reif – der Reifegrad lässt sich anhand der Färbung bestimmen. Nur die roten Kirschen sind reif und dürfen geerntet werden. Grüne oder überreife, also dunkelrote Kirschen mindern die Qualität des Kaffees. Da auf der Kaffeepflanze Kirschen in unterschiedlichen Reifestadien vorhanden sind, ist nur die Ernte von Hand sinnvoll und zielführend. Dennoch kommen in manchen Gebieten Erntemaschinen zum Einsatz.

Die Stripp-Pflückung

Bei dieser Methode werden alle Kirschen von einem Ast abgestreift. Da alle Reifestadien mitgeerntet werden, ist eine Qualitätskontrolle nach der Ernte unbedingt erforderlich. Es werden unreife Kirschen per Hand ausgesondert und Verunreinigungen wie Blätter und Astteile entfernt. Die Gefahr, dass bei dieser Methode unreife Kirschen weiterverarbeitet werden, ist sehr hoch. Dies kann zu einer Qualitätsminderung führen.

Das Picking-Verfahren

Beim Picking werden, wie der Name vermuten lässt, nur reife Kirschen per Hand herausgepickt. Diese Methode ist zwar sehr zeitaufwendig und kostenintensiv, aber nur so kann die hohe Qualität garantiert werden. Daher ist diese Methode auch heute noch sehr verbreitet.

Die maschinelle Ernte

Der sogenannte Harvester ist eine Erntemaschine, die auf großen Kaffeeplantagen häufig zum Einsatz kommt. Die Maschinen durchkämmen die Äste der Kaffeepflanze und schütteln sie. Kirschen mit unterschiedlichen Reifegraden fallen entweder in einen großen Behälter oder zu Boden und werden von dort eingesaugt. Steine, Äste, Blätter und weitere Verunreinigungen müssen später aussortiert werden.

Bei dieser Methode kann es vorkommen, dass die Kaffee-Pflanzen verletzt werden. Der “Stress”, dem die Pflanze ausgesetzt ist, hat eine lange Regenerierungsphase zur Folge.