Die großen Kaffeesorten

Für den weltweiten Handel sind zwei Kaffeesorten von großer Wichtigkeit: Arabica und Robusta. Es gibt noch 60 weitere Sorten, denen aber keine große wirtschaftliche Bedeutung für den Welthandel beigemessen wird. Es werden etwa zwei- bis dreimal mehr Arabica- als Robusta-Sträucher angebaut, was sich auf die Erntemengen auswirkt. So macht die Arabica-Bohne mehr als 55 Prozent des Handels aus.

Die beiden Kaffeesorten sind optisch und geschmacklich sehr unterschiedlich, werden in verschiedenen Gebieten angebaut, haben andere Inhaltsstoffe und einen unterschiedlichen Wachstumszyklus.

Arabica-Kaffee

Der Arabica-Kaffee wird auch Hochland-Kaffee, Gesunde Bohne oder Coffea Arabica genannt.

Anbaugebiet: Die Arabica-Bohne wächst nur im Hochland. Am ergiebigsten gedeiht sie auf einer Höhe von 900-2000 Metern über dem Meeresspiegel.

Erntezyklus: Aufgrund der geografischen Hochlandlage wird Arabica-Kaffee nur einmal im Jahr geerntet.

Aussehen: Arabica-Bohnen haben eine längliche und sehr ovale Form. Sie sind größer und flacher als die Robusta-Bohnen. Der Schlitz ist geschwungen und erinnert an ein S.

Inhaltsstoffe: Die Arabica-Bohne enthält weniger Koffein und wenig Chlorogensäure, hat aber viele Aromen, ist geschmacksintensiv und sehr gut verträglich.

 

Geschmack: Arabica-Kaffee ruft bei vielen Menschen ein fruchtiges, zartes, vielschichtiges Geschmackserlebnis hervor. Die Rohbohne riecht stark nach Getreide. Mit etwas Übung kann man anhand der Färbung und des Geruchs das Alter bestimmen.

Robusta-Kaffee

Der Robusta-Kaffee wird auch Tiefland-Kaffee oder Coffea Canephora genannt.

Anbaugebiet: Robusta-Kaffee wächst in Gebieten von 300-600 Höhenmetern. Afrika und Asien sind die Hauptexportländer für Robusta-Kaffee.

Erntezyklus: Die Robusta-Bohne entwickelt sich schneller als die Arabica-Bohne und kann zweimal im Jahr geerntet werden.

Aussehen: Diese Bohnen sind sehr rund und bauchig, sie haben einen relativ geraden Schlitz.

 

Inhaltsstoffe: Je nach Sorte kann sie bis zu 50 Prozent mehr Koffein enthalten als die Arabica-Bohne. Der hohe Säuregehalt kann bei Menschen mit empfindlichem Magen zu Problemen führen.

 

Geschmack: Die Robusta-Bohne hat viele Bitterstoffe, schmeckt holzig und erdig, ist rau und scharf im Abgang. Der Kaffee hat ein volles Aroma.

– Gut verträgliche Arabica-Bohne –

Menschen, die von Kaffee Magenschmerzen, Sodbrennen oder Herzrasen bekommen, sollten nur Kaffee mit 100 Prozent Arabica-Bohnen konsumieren. Dies ist dem Hinweis >>100% Arabica<< auf der Verpackung angegeben.